SHARE DEAL - Unternehmenskauf

Immobilienmakler spezialisiert auf das Thema: Immobilien erwerben als SHARE DEAL - Unternehmenskauf

 
Anteile an der zum Verkauf stehenden Gesellschaft
Der Share Deal [engl.] ist neben dem Asset Deal eine Form des Unternehmenskaufs. Hierbei erwirbt der Käufer vom Verkäufer die Anteile an der zum Verkauf stehenden Gesellschaft. Mit dem Begriff Share Deal kann auch die teilweise Übernahme von Anteilen an einer Gesellschaft bezeichnet werden. 
 
Der Share Deal stellt einen Rechtskauf gemäß § 453 I BGB dar, wobei Aktien, GmbH-Anteile (Geschäftsanteile), sowie Gesellschaftsanteile an einer Personengesellschaft Kaufgegenstand sind. Hierdurch wird der Erwerber Anteilseigner und erhält die mit der Beteiligung verbundenen Rechte und Pflichten. 
 
Ein Share Deal lässt sich prinzipiell einfach in einem Kauf- und Übertragungsvertrag über eine gesellschaftsrechtliche Beteiligung (z. B. an einer GmbH oder Aktiengesellschaft) abbilden. In der Regel werden jedoch zusätzlich detaillierte Vereinbarungen darüber getroffen, inwiefern Risiken (z. B. mögliche Steuerverbindlichkeiten oder Garantiefälle) durch Käufer oder Verkäufer zu tragen sind. Verkäufer bevorzugen oft einen Share Deal gegenüber einem Asset Deal, u.a. weil ein Veräußerungsgewinn aus einem Share Deal in vielen Jurisdiktionen steuerlich begünstigt wird.
 
 

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Objektgesellschaft – GmbH
Erwirbt z. B. der Käufer 94,9 % der Anteile an einer Kapitalgesellschaft (i. d. R. eine GmbH), muss der RETT-Blocker, der die restlichen 5,1 % der Anteile erwirbt oder behält, eine andere, vom Erwerber unabhängige Person sein. 
 
Findet der Erwerber eine solche RETT-Blocker-Struktur bereits vor, nämlich eine GmbH mit zwei Gesellschaftern, von denen der eine 5,1 % hält, erwirbt er den Anteil des 94,9 %-Gesellschafters. 
 
Der bisherige RETT-Blocker verbleibt entweder in der GmbH oder der Anteil des RETT-Blockers wird von einer anderen Person übernommen. Diese kann auch aus dem Umfeld des Erwerbers kommen, darf aber nicht als vom Erwerber abhängige Person qualifiziert werden können. Hierfür gelten besondere Regeln, die einzuhalten sind. 
 
Wenn der RETT-Blocker lediglich als Treuhänder für den Erwerber fingiert, entfaltet diese Struktur nicht die gewünschte Wirkung zur Vermeidung der Grunderwerbsteuer. Denn in diesem Fall werden dem Erwerber auch die Anteile des RETT-Blockers zugerechnet und somit Grunderwerbsteuer ausgelöst. 
 
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Objektgesellschaft – GmbH & Co. KG
Bei einer Personenhandelsgesellschaft, die heutzutage am häufigsten in der Rechtsform der GmbH & Co. KG anzutreffen ist, müssen die 5,1 % an der Immobiliengesellschaft nicht nur von einem unabhängigen Dritten gehalten werden. Zusätzlich ist es erforderlich, dass der 5,1 %-Gesellschafter zum Zeitpunkt des Erwerbs bereits fünf Jahre die Anteile hält oder Gründungsgesellschafter ist. Außerdem muss er weitere fünf Jahre in der Gesellschaft verbleiben. Denn bei der KG löst ein Gesellschafterwechsel Grunderwerbsteuer aus, wenn innerhalb von fünf Jahren 95 % der Anteile unmittelbar oder mittelbar auf andere Gesellschafter übergehen. Hierbei ist nicht von Bedeutung, wer die Anteile erwirbt. Aus diesem Grunde kann hier der RETT-Blocker beim Erwerb nicht ausgetauscht werden. Die Veräußererseite muss daher für weitere fünf Jahre in der Gesellschaft als Gesellschafter in der Funktion eines RETT-Blockers verbleiben. Dies ist ein eindeutiger Nachteil. Ein Vorteil des Einstiegs in eine Kommanditgesellschaft ist, dass der Erwerber den Anteil des RETT-Blockers unter bestimmten Voraussetzungen nach fünf Jahren erwerben kann. 
 
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Komplementär (Gesellschaftsrecht)
In der deutschen Rechtssprache ist ein Komplementär der persönlich haftende Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft (KG). 
 
Komplementäre haften den Gläubigern gegenüber persönlich und gesamtschuldnerisch mit ihrem gesamten Vermögen für die Verbindlichkeiten der KG (§ 128 HGB). Der Gläubiger kann die Leistung nach seinem Belieben ganz oder zum Teil von jedem Komplementär (Vollhafter) fordern, bis sie vollständig erfüllt ist. Die Haftung für Gesellschaftsverbindlichkeiten kann durch den Gesellschaftsvertrag nicht gegenüber Dritten ausgeschlossen oder begrenzt werden, lediglich im Innenverhältnis, also zwischen den Gesellschaftern. Wer sich an einer KG beteiligt, haftet für die zum Zeitpunkt des Eintritts bestehenden Schulden. Ausgeschiedene Gesellschafter haften noch fünf Jahre nach dem Austritt für Verbindlichkeiten, die im Zeitpunkt des Ausscheidens begründet waren. Der Komplementär ist zur Geschäftsführung berechtigt und verpflichtet. 
 
Sowohl natürliche als auch juristische Personen können Komplementär sein. In Deutschland weit verbreitet ist die Rechtsform der GmbH & Co. KG. Hier übernimmt die GmbH die Rolle des Komplementärs. Vermehrt anzutreffen ist die Rechtsform der Stiftung & Co. KG, wo die Stiftung die Rolle des Komplementärs übernimmt. Selten wird die Rechtsform der Stiftung GmbH & Co. KG gewählt. 
 
Ein nur beschränkt haftender Gesellschafter ist der Kommanditist. 
 
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Kommanditist (Teilhafter)
Kommanditist (Teilhafter) ist die Bezeichnung für einen Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft (KG) oder einer Kommandit-Erwerbsgesellschaft (KEG).[1] In der Schweiz heißt er Kommanditär.
 
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